Hast Du Dein Gehirn schon heute tanzen lassen?

Ich betrete eine Berliner Grundschule in Neukölln. Heute steht Tanzen auf dem Stundenplan einer JUL Klasse. Ich warte vor dem Klassenzimmer und höre Kinderstimmen. Die Glocke klingelt und ich werde an meine eigene Kindheit erinnert, wie ich aus meinem Flow im Schaffen und Tun herausgerissen wurde und auch die Möglichkeit hatte auf den Pausenhof zu stürmen und Gummitwist zu spielen. Zurück zur JUL Klasse; ich mache vorsichtig die Tür auf und ich sehe offene begeisterte Augenpaare die mich anblicken.

“Ist dass die Tanzlehrerin?“

Ja, ich bin die Tanzlehrerin (Ich fühle mich gar nicht wie eine Lehrerin).

Dass ist die Frau Schmid.”

…Oh weh, nun nennen die mich auch noch beim Nachnamen… Tausend Fragen prasseln auf mich ein, alle zeigen Moves die sie im Fernsehen gesehen oder sich selber ausgedacht haben und aus ihren wundervollen Kulturkreisen mitgebracht haben. Hier kommen viele Sprachen aufeinander, sowohl Körpersprachen als auch das gesprochene Wort. Uiii welch eine lebendige Klasse mit vielen Temperamenten! Ich freue mich schon auf unsere erste gemeinsame Tanzstunde unseres 10 wöchigen Projekts. Gemeinsam schleichen wir durch das Schulhaus in den Bewegungsraum und legen los.

Wir machen heute den BrainDance, wer weiß denn was das heißt?  Ein kleiner Junge antwortet: Gehirntanz. Wow super! Okay jeder sucht sich einen Platz an dem er oder sie genüüüüügend Raum für sich hat und dann geht’s los.

48 Augen blicken mich an, schauen ein wenig verschüchtert zu ihrem Nachbarn ob sie alles richtig machen und legen ihre Hände auf den Bauch. Lasst uns erstmal genüsslich atmen. Es wird ganz still, alle genießen in diesem wilden Alltag die kurze Stille im Atem Kraft zu schöpfen und sich nur auf sich zu konzentrieren. Nun wollen wir mal den Körper aufwecken, streichelt einmal vom Kopf an der Seite entlang über die Ohren die Schultern die Rippen die Hüften die Außenseite der Ober und Unterschenkel über die Fußgelenke bis zur Außenseite der Füße. Manche sind etwas irritiert, kann ich sowas machen? Ja dass ist dein Körper, das ist okay, du duschst ja auch und seifst dich ein, dass ist so ähnlich. Genüsslich folgen die Kinder, sie schöpfen vertrauen. Alle Kinder machen den BrainDance mit, ja er macht sogar Spaß, wir sind Sterne, Flugzeuge, Schildkröten, wir klatschen und springen, wir singen, wir lernen auf einmal neue Sprachen, wie ukrainisch, türkisch, englisch In einer Bewegungskombination und zu guter letzt sind wir ein Kreisel.

Ich bin immer wieder erstaunt wie gut der BrainDance wirkt. Anne Green Gilbert hat ihn entwickelt und er beruht auf den Bartenieff Fundamentals. Sie hat zwei Übungen hinzugefügt, das Thema Taktil und Vestibular. Der BrainDance schafft neue Vernetzungen  an neuronalen und körperlichen Verbindungen,  welche uns helfen, uns physisch als auch geistig und emotional weiterzuentwickeln. Aus meiner eigenen Erfahrung, ist es sowohl für Erwachsene als auch für Kinder eine gute Möglichkeit frisch und bewegt sich neuen Themen widmen zu können und wieder konzentriert zu werden.

 

Möchtest Du mehr über den BrainDance erfahren?

Dann sei bei der Fortbildung Was haben frühkindliche Reflexe mit Tanz, Bewegung und Verhalten zu tun? dabei – und lerne wie Du das Gehirn tanzen lassen kannst. Ich würde mich freuen Dich dort begrüßen zu dürfen.

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Deine Stefi

 

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